Logical Volume Management (LVM) – Teil 2

Schon wieder LVM?

Nach meinem ersten kleinen Exkurs in die Welt von LVM (s. Logical volumes erweitern), folgt nun ein weiterer Teil zum Thema LVM. Dieser war eigentlich nicht geplant, aber wie immer im Leben, spielt auch hier der Zufall eine tragende Rolle…
Logical Volumes anlegen oder erweitern sollte meine Anforderungen eigentlich abdecken. Doch dann passierte das, was nicht passieren sollte: nach einem Systemupdate hat sich meine Entwicklungs-VM verabschiedet. Rettungsversuche waren erfolglos und um den Zeitaufwand bis zur Fortsetzung meiner Arbeit zu reduzieren, dachte ich, was soll’s – neue Maschine aufsetzen und die Daten aus der Versionskontrolle einfach wieder einspielen. So weit – so gut. ABER irgendwas ist ja immer: im Zuge der Arbeit hatte ich einige Änderungen am Setup des Proxies und des Webservers vorgenommen um einige Sachen auszuprobieren. Und nach vielen Versuchen hatte ich endlich eine absolut robuste und flexible Lösung gefunden. Leider hatte diese Konfiguration ihren Weg ins VCS noch nicht gefunden… 🙁
Also mußte ich die alte Platte irgendwie wieder gemountet bekommen und die benötigten Daten kopieren…

Volumes auf neuer Maschine einhängen

Da sich von der alten Platte ja nicht mehr booten ließ, mußte also eine Live-Distri ans Werk gehen. Kurzum: eine neue VM mit Knoppix aufgesetzt und die Imagedateien der alten Entwicklungs-VM eingebunden.
Und dann kam die Frage, wie bindet man jetzt die Volumes ein? …
Eigentlich ganz einfach (alle Befehle werden als User „root“ ausgeführt):

Erstmal einen Mountpoint anlegen
$> mkdir /mnt/old_volume

Sollte man die Namen der Volume Groups nicht mehr kennen, so hilft ein:
$> vgscan
um alle Gruppen angezeigt zu bekommen

Danach müssen die Gruppen importiert werden. Da die Wahrscheinlichkeit bei den meisten sehr hoch sein dürfte, daß die VG’s vorher nicht exportiert wurden, muß der Import mit der Option „-f“ dazu gezwungen werden, sie dennoch zu importieren.
$> vgimport -f volume_group_name

Nun müssen die Volumes aus den Gruppen aktiviert, also „sichtbar“ für den Kernel gemacht werden:
vgchange -ay volume_group_name

Um jetzt noch an die Namen der Volumes zu kommen:
$> lvscan

Jetzt kann das gesuchte Volume gemountet werden:
$> mount /dev/volume_group_name/volume_name /mnt/old_volume
(Eventuell ist eine Typangabe erforderlich und das aktuelle System muß natürlich Support für das verwendete Filesystem bieten)

Nun kann man ganz normal auf die Daten zugreifen und, wie in meinem Fall, die gesuchten Dateien „retten“ und sie ins neue System kopieren 🙂
Man könnte die Volumes jetzt aber auch ganz normal einbinden und damit arbeiten…

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